Kuala Lumpur Petronas Towers

Malaysias Wahrzeichen - 452m

Countdown

Montag, 12. Mai 2008

Wild Dogs & Opium fuer’s Volk

Jetzt bin ich wieder hier und habe nichts besseres zu tun als euch von meinem Thailand Trip zu erzaehlen.

Wie ihr sicher gemerkt habt, hat der blog ein wenig an Fahrt verloren, und so wirds jetzt Zeit fuer ein Update. Das Problem ist aber dass im Moment einfach nichts wirklich berichtenswertes passiert.

Donnerstag Abend bin ich also mit dem Taxi zum KLIA LCC gefahren, wobei LCC fuer Low Cost Carrier steht – sprich fuer Air Asia. Der Flughafen ist echt niedlich wenn man so Dinger wie Dubai, Muenchen oder Bangkok kennt.

Das hat mich alles ein wenig an meine kleine LEGO Flughaefen erinnert, in denen es eben EINE Wartehalle gibt, und man zu Fuss ueber das Rollfeld zum Flieger geht.

Das schlimme bei Air Asia ist, dass „First Come – first serve“ fuer die Sitzplaetze gilt. Dementsprechend drehen die Leute auch durch sobald das Gate geoffnet wird...naja, eigentlich schon davor. Das ist wie beim ersten Tag Winterschlussverkauf bei Woolworth...

Als ich dann im Flieger sass und einen Platz an den Notausgaengen hatte hab ich erstmal entspannt. Die Maschine war 1/3 belegt und so konnte ich quer schlafen, waehrend der 2 Stunden Flugzeit.

In Bangkok angekommen hat mich dann die An abgeholt und wir sind zu ihr gefahren. Dabei gab es am Strassenrad eine menge wilde Hunde – die sehen aus wie Woelfe, und benehmen sich auch so...scary. Sowas hab ich noch nicht erlebt.

Allgemein war mein erster Eindruck, der sich auch in den folgenden Tagen dann bestaetigen sollte, dass es in Thailand deutlich dreckiger als in Malaysia ist – und ich dachte ja schon hier isses dreckig...nee nee...eigentlich nicht.

Zumindest laden die Menschen hier nicht einfach ihren Muell am Strassenrad ab. Ueberhaupt sieht man eine Menge verfallene Haeuser, verlassene Grundstuecke, wo nur noch Ruinen, oder Gesteinsreste liegen, und dann wieder Reisfelder...lange nix, und dann mal wieder ein kleiner Village, was man wohl im Westen als „gated community“ bezeichnen wuerde.

Neben ein paar personelicher Probleme mit meiner An hatten wie aber eine gute Zeit. Das Thailaendische Essen in Thailand ist anders als das Thai Essen in MY. Ihre Familie war sehr nett und ich habe mich wohl gefuehlt.

Am Freitag waren wir dann in ihrem Coffee Shop, noch auf ein paar kleineren Maerkten. Samstag ging es dann ans City exploren, und ich kann nur sagen: Ich habe Bangkok gesucht und verflucht!

Waehrend der Verkehr etwas smoother laeuft als in MY (Dauerstau ueberall) ist auch wieder dreckig, grau (Haupteindruck), chaotisch, und es gibt einfach nicht wirklich sowas wie ein Stadtzentrum.

Waehrend man hier KLCC hat, mit den Towers, einem Park, und tollen, sauberen Hochhaeusern ist da einfach NUR Chaos, Gestank (nicht nur Abgase...) und diese kleinen schlauchartigen Shops die es hier, in der Innenstadt einfach nicht mehr gibt.

Evtl ist das eben der Entwicklungsvorsprung den K.L. einfach hat.

Beindruckt hat mich allerdings der liegende Buddha – morgen kommen die Fotos, mkay. Was fuer ein Riesending.

Natuerlich habe ich dort auch gleich zwei Muenchener getroffen, die an ihrem ersten Tag in BKK waren und sichtlich geschwitzt haben.

A propos...das Wetter ist etwas trockener als in K.L., weil es weniger regnet, und damit ertraeglicher.

Ich bin dann auch Tuck-Tuck gefahren, was man sich, wenn man einen Einheimischen dabei hat, auch leisten kann. Keine Abzocke fuer locals.

Ueber den in der westlichen Welt „ach-so-gepriesenen“ Buddhismus kann ich mittlerweile aber auch differenzierter sprechen. Ganz klarer Eindruck: „Religion ist Opium fuers Volk“ – jeder „kauft“ sich, mit dem doch sehr weltlichen und wenig geistlichen Medium „Geld“ seine Seele rein.

Man versteckt sich zwar hinter Erklaerungen wie „Damit zeige ich dass ich nicht Egoistisch bin“ und „Die Spenden helfen den Armen“, aber letztlich erschien mir das doch alles etwas verlogen und „katholisch“. Als ueberzeugter Protestant kann ich mit „Ablassbriefen“ und der materialisierung der Religion einfach nichts anfangen...

Das aber nur mal so am Rande.

Klar, schoen sind die Tempel allemal, aber wirklich verstehen tue ich diese Religion wohl nicht. Die oben beschriebenen Eindruecke sind also voellig subjektiv und nur meine Erfahrung.

Abends gab es dann nach einem supergeilen Abendessen in einem foodcourt mit livemucke das Highlight des Tages: Im wahrsten Sinne des Wortes...High, da wir im Sciroco waren, einem 75 Stockwerke hohen Restaurant und Bar, und light, weil die Lichter einfach beindruckend waren.

Man liegt da oben auf Ledercouches, und kann auf die Stadt runterschauen, waehrend man seine Drinks gurgelt...ein tolles Bild.

Auf der anderen Seite kann man auf eine Plattform ueber die Stadt gehen und hinuntersehen, auf den Chao Phraya Fluss und das Millenium Hilton...

Am Sonntag war dann nach leckeren Mangos, ekeliger Durian und dem rumgeheize auf dem familieneigenen Moto dann bald die Abreise angesagt.

Leider musste ich ewig auf den Flieger warten, da es geschuettet hat ohne Ende. Die wartende Masse der Billigflug-Touristen war schon 30 min bevor der Flieger ueberhaupt geparkt war wie auf der Perlenschnurr aufgereiht...der Checkin Dude war schon extrem genervt. Das naechste mal buche ich fuer 2Euro Extra das „priority check in“ dazu – dann kann ich in jedem Fall ein paar Minuten eher in den Vogel und mir so einen guten Platz sichern.

Nice nice...ja, so war mein erster Eindruck vom echten, nicht touristisch gefaerbten Bangkok, und ich muss sagen...ich bleib mal besser hier in „Dreckige Flussmuendung“.

Ich koennte noch viiiieeel mehr sagen und schreiben, aber das liesst ja dann doch keiner...und ist evtl auch nicht fuer alle bestimmt.

Greetz!

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